Wolfsberger AC hat im laufenden Jahr bereits 11,85 Millionen Euro an Transfererlösen eingebucht – ein Geldregen, der die Klubfinanzen nachhaltig stärkt.

Welche Spieler haben den größten Geldregen gebracht?

Im Januar wechselte Verteidiger Chibuike Nwaiwu für 5,5 Mio € zu Trabzonspor. Die erste Rate kam erst nach Androhung von Sanktionen, doch Bonuszahlungen könnten die Ablösesumme auf bis zu acht Millionen Euro erhöhen. In den letzten Wochen meldete die Kronen Zeitung, dass Fulham FC ein Angebot von über 20 Mio € für den Nigerianer machte – dank einer Weiterverkaufsbeteiligung könnte WAC erneut profitieren. Der sichere Betrag liegt derzeit bei 5,5 Mio €.

Stürmer Thierno Ballo wurde für drei Millionen Euro an den französischen Verein AS Saint‑Étienne abgegeben. Der Deal steht kurz vor der Unterschrift, sodass das Geld in Kürze fließt.

Wie sieht das restliche Transferplus aus?

Dejan Zukic, der nach Serbien zu Vojvodina Novi Sad zurückkehrte, brachte 2,5 Mio € ein. Vor zwei Jahren hatte WAC den Offensivspieler für nur 900 Tausend Euro vom selben Verein verpflichtet – ein klares Beispiel für profitables Scouting. Leihspieler Erik Kojzek wechselte mit Kaufoption zu Partizan Belgrad; die Lavanttaler kassierten dafür 500 Tausend Euro. Zusätzlich verdiente der Klub 350 Tausend Euro an der Ablösesumme von Ex‑Spieler Nikolas Veratschnig, der von Mainz zum FC Red Bull Salzburg wechselte.

Was bedeutet das für die aktuelle Saison?

Trotz der finanziellen Erfolge liegt Wolfsberger AC derzeit 10. Platz in der österreichischen Bundesliga mit 26 Punkten aus 22 Spielen (7 Siege, 5 Unentschieden, 10 Niederlagen). Das Team hat 31 Tore erzielt und 32 kassiert, also ein Minus von einem Tor. Sie stehen 12 Punkte hinter Tabellenführer Sturm Graz und kämpfen um jeden Punkt, um das Mittelfeld zu erreichen. Das nächste Heimspiel gegen WSG Wattens am 17. Oktober 2026 bietet die Chance, die Bilanz zu verbessern.

Welche Perspektiven ergeben sich aus den Einnahmen?

Die fast zwölf Millionen Euro geben dem Klub Spielraum für neue Verpflichtungen, Infrastruktur und Jugendförderung. Trainer Thomas Kraus betont, dass das Geld gezielt in Talente investiert wird, die langfristig sowohl sportlich als auch finanziell Mehrwert schaffen. Gleichzeitig bleibt die Transferpolitik vorsichtig – die bisherigen Verkäufe zeigen, dass WAC auf kluge Deals setzt, statt teure Flops zu riskieren. Die Fans dürfen also in den kommenden Monaten mit gezielten Neuzugängen rechnen, die das Team wieder nach vorne bringen.

Wolfsberger AC nutzt den Geldregen, um die sportliche Position zu festigen und die Basis für die nächsten Saisons zu stärken.